Der dritte Tourtag

Heute, am 3. Tourentag erwischt mich doch der Regen...im on-/off-Regen geht es auf dem Landweg weiter zum Rheinfall. Nadia, die Nachbarin vom Bauern begleitet mich. Auf dem Weg kommen wir an der Kläranlage vorbei. Dort treffen wir ihren Mann Mario, der dort arbeitet. Er läuft ein in kleines Stückchen mit. Beide helfen mir beim Bootschieben, so geht es wunderbar. Am Rheinfall angekommen, sind auch schon die Asiaten da! Mich begeistert das türkis wirkende Wasser und das Rauschen. Da könnte ich einen ganzen Tag stehen. Aber paddeln will ich ja auch! Auf, auf weiter gehts. Nach dem doch recht lauten Stadtlärm und dem Rauschen am Rheinfall  breitet sich Ruhe aus. Zu meiner rechten und linken säumt Wald den Fluss und eine Vielzahl von Vögeln ist zu hören und zu sehen. 
Nach einigen gemütlichen Paddelschlägen komme ich an das erste Wehr von Rheinau und nehme die Umsetzkonstruktion für Boote unter die Lupe. Gut ausgeklügelt. Dann entdecke ich ein Telefon, wo man jemanden anrufen kann, der es aus der Ferne bedient. "Schmidt", ertönt eine Männerstimme auf der anderen Seite. "Hier auch Schmidt", gebe ich zurück. Der Herr fragt, ob ich das Schild im Schaukasten gelesen habe, wonach Kanus und Schlauchboote nicht transportiert werden. Ich gestehe: "Nein" Dann vernehmen meine Ohren: "Aber weil wir den gleichen Nachnamen tragen, mache ich eine Ausnahme" und die Umsetzerei geht los, sehr interessant und praktisch, drei Mal habe ich das Vergnügen. 
Danach setzt leichter DauerRegen ein und irgendwann kommt Wind dazu. In solchen Momenten frage ich mich immer, was ich eigentlich tue...aber gleichzeitig bin ich so aufs Boot und jeden Paddelschlag konzentriet, dass GedankenKarusselle sich aufhören zu drehen. Das alles hat immer auch sein Gutes!