Der sechste Tourtag

Hui, schon Samstag und leider schon wieder grau und etwas kühl am Morgen. Nicht viel nachdenken und los!
Schnell sind meine Begleiter wie Zelt und so weiter im Kajak verstaut und weiter gehts. 
Vor mir taucht ein buntes Stadtbild auf, das mich denken lässt "Schön, Mittelmeer...stopp! Das ist doch der Rhein! Das Wetter bestätigt es!" Der Name dieser Stadt ist Laufenburg. Am Kraftwerk dahinter, boote ich aus,  amüsiere mich an Land für die an die Bootsführer gerichteten Anweisungen und mache mich auf dem Landwege in die Stadt. Durch kleine Gassen tappe ich und bewundere die Häuser und Verwinklungen, die einen Menschen, der modernen Städtebau gewohnt ist, ganz schön ins Rotieren bringt. Links herum, rechts herum, hoch, runter, hier ein Treppchen und dort noch eine....was macht man, wenn man hier wohnt und ein Auto hat?
Nach einer Weile wirds mir kühl und ich beschließe weiterzupaddeln. Das hält gut warm. Doch zunächst muss das Kajak zurück in Wasser. Ich finde mich an einem elektrischen Schrägaufzug wieder. Die WasserOberfläche liegt circa 5m tiefer...Ich kann nicht herausfinden, wie man dieses Ding in Gang setzt, außerdem ist es mir unheimlich. So begeben wir, das Kajak und ich, uns auf eine Wanderung. So wirds mir auch wieder warm. Nach einem Weilchen gelangen wir zu einem FischereiVerein, wo das Wasser wieder ebenerdig erreichbar ist. 
Am nächsten Kraftwerk in Säckingen bin ich wieder etwas überfordert. Raus ist kein Problem, aber wie wieder ins Wasser, denn hier gibt es für unmotorisierte Boote keine Rampe, sondern Stufen....ein Pärchen kommt vorbeisparziert, er Schweizer, sie von den Philippinen. Wir kommen ins Gespräch und sie helfen mir. Problem erkannt, Problem gebannt! 
Dies wird ein langer Paddeltag, denn ich will die Autobahn zu meiner rechten in der Nacht nicht hören. So paddel ich bis nach Schwörstadt, wo mich Kai vom örtlichen Kanuclub fast gleich am Wasser herzlich empfängt.