Der achte und letzte Tourtag

Die Sonne scheint, endlich! Und warmer Frühling liegt in der Luft! So geht alles viel leichter. Heute bringt mich nichts aus der Ruhe. Mit Vergnügen paddel ich die letzten Kilometer. 
Es dauert nicht mehr lange da wechselt die Basler VorstadtIndustrie die mit Bäumen und Büschen bewachsenen Ufer ab. Hohe Türme, die irgendwas speichern, dominieren das Bild und Transportschiffe liegen vor Anker. Ich komme mir sehr klein in meinem Boot vor. Ich erreiche die letzte StauStufe und feiere innerlich, jippie alle UmtrageStellen geschafft! Auf dem Weg zurück zum Wasser komme ich an einer WagenBurgBar vorbei. Viele kleine, bunt angestrichene Wohnwagen stehen beisammen und man kann sich gemütlich mit einem Getränk hinsetzen und den Augenblick genießen. Genau das mach ich mit Kakao.
Danach geht es durch Basel. Das ist das erste Mal, dass ich eine so große, mir unbekannte Stadt zu Wasser erreiche. Das Stadtbild, was sich vor mir ausbreitet, erinnert mich an alte Zeichnungen von Städten, die ich schon oft gesehen hab und hier gibt es das noch in Lebensgröße! Viele Menschen genießen das schöne Wetter am Wasser und ich komme an einigen Stellen vorbei, wo Fussgänger mit einer Seilfähre über den Rhein setzen können. 
Hinter der Altstadt geht es noch ein Stücklein, bis wieder Industrie einsetzt.
Und dann bin ich in Hunningue, zu deutsch Hünnigen. Das ist schon Frankreich. Obwohl ich das eigentlich wusste, überrascht es mich. Da gibt es eine Grenze, eigentlich nicht viel mehr als eine Linie und zack ist alles gleich anders auf eine Art. Das heißt, ich bin heute durch drei Länder gepaddelt!
Meine Tour geht hier zu Ende und ich bin heilfroh Matthias von Globbepaddler anzutreffen. Matthias erkennt sofort, dass mein gelber Begleiter Cabalitto heißt...ich Blitzmerker habe das nicht erkannt...
Auf jeden Fall hat Cabalitto hier bis zu seiner Rückfahrt nach Konstanz ein gutes Plätzchen. Ich selber kann auch erst mal bei Matthias und seiner Christine unterkommen und bin von Herzen dankbar. 
Mal schauen was sich buchbinderisch oder in der Art für mich hier in Basel ergibt. 
Vielen Dank euch fürs Lesen. Und ein riesen Dankeschön an dich Robert, dass du mir diese Tour möglich gemacht hast. 
Das Leben ist manchmal wie ein Sack voller Geschenke, ganz wunderbar.